Das Hauskonto

Mit einem Hauskonto behält man den Überblick über alle Ausgaben, die bei einer langjährigen Kreditrückzahlung anfallen. Gerade bei einer Baufinanzierung oder bei der Bezahlung eines Immobilienkredits fällt nicht ein monatlicher Betrag an, sondern Kredite werden häufig anteilig zurückgezahlt. Dies gilt auch für die monatlich anfallenden Nebenkosten, die zusätzlich zur Kreditrückzahlung entstehen.

Wenn das Haus fertig gebaut ist, oder wenn die bereits fertig gebaute Immobilie bezogen wird, müssen monatliche Kosten wie Strom, Kalt- und Warmwasser, Gas oder Öl, Abwasser, Müllentsorgung und womöglich noch weitere Kosten (Versicherungen) bezahlt werden.

Mit einem extra dafür eingerichteten Girokonto - was als Hauskonto bezeichnet wird - behält man den wichtigen Überblick über alle Kosten, die regelmäßig anfallen. Man kann nun ganz einfach nachvollziehen, wann welcher Betrag abgebucht wurde, wenn man monatlich die Kontoauszüge überprüft. Dazu kann man sich einfach in das Online-Banking des Girokontos einloggen.

Hauskonto einrichten

Um ein Hauskonto einzurichten, muss man sich erst einen Kostenüberblick verschaffen. Dabei müssen alle Kosten berücksichtigt werden, die über das Hauskonto abgewickelt werden sollen. Neben den Kosten für die Kreditrückzahlung zählen dazu auch die Nebenkosten.

Die Raten für die Kreditrückzahlung fallen natürlich bei jeder Finanzierung anders hoch oder niedrig aus. Sprechen Sie mit Ihrer Bank oder mit einem unabhängigen Finanzberater und lassen Sie sich ein Angebot für die Bau- oder Immobilenfinanzierung erstellen. Vergleichen Sie das Angebot und gehen Sie nicht auf das erstbeste ein. Sie können sich beispielsweise ein Finanzierungsangebot bei Ihrer Hausbank erstellen lassen und dieses dann mit einem Angebot bei einer anderen Bank vergleichen. Eine gute Anlaufstelle ist die interhyp. Die interhyp bietet Baufinanzierungskredite an bzw. können auch Kredite zum Kauf einer bereits fertiggestellten Immobilie gewährt werden. Dabei werden die Angebote von verschiedenen Banken eingeholt und auf Ihre Bedürfnisse und Finanzierungsmöglichkeiten abgestimmt.

Wenn Sie ein Kreditangebot vorliegen haben und wissen, welche monatlichen Kosten nach einer ersten Einschätzung Ihrer Bank oder Ihres Finanzberaters anfallen, ist das der erste und wahrscheinlich größte Posten in Ihrer Kostenaufstellung.

Addieren Sie die Nebenkosten anhand des Richtwertes. Kontrollieren Sie außerdem Ihre Kontoauszüge auf regelmäßige Abbuchungen (Lebensversicherung, Zusatzversicherungen, KfZ-Steuern, etc.). Fallen diese auch noch im Eigenheim an? Falls ja, werden auch diese Kosten addiert. Errechnen Sie so Ihre gesamten monatlichen Ausgaben und vergessen Sie nicht, dass Sie noch eine Pauschale für den Lebensunterhalt (Lebensmittel, Verbrauchsmaterial, eventuelle Kosten für Haustiere, etc.) hinzufügen müssen.

Die Aufstellung der Kosten erledigen Sie am besten mit einem Tabellenkalkulationsprogramm wie Excel. Lassen Sie sich Zeit - überlegen Sie lieber genau, ob Sie alle Kosten berücksichtigt haben. Muss eventuell noch ein Auto abbezahlt werden? Entstehen höhere Tankkosten, wenn Sie bspw. auf's Land ziehen? Haben Sie alle Versicherungen (auch für das Auto) mit einkalkuliert?

Kosten gemeinsam tragen und gerecht aufteilen

Wenn Sie die Immobilie mit Ihrem Lebenspartner, Ihrem Ehemann oder Ihrer Ehefrau beziehen, dann können Sie sich die anfallenden Kosten natürlich teilen. Die einfachste Aufteilung kann man an den jeweiligen Gehaltseinkünften festlegen. Dabei können Sie das Brutto-Gehalt beider Partner mit 60% multiplizieren, um ungefähr das Nettogehalt zu erhalten. Summieren Sie die beiden Netto-Beträge und errechnen Sie so die Anteiligkeiten. Ein Ergebnis könnte sein, dass der eine Partner 60% der Kosten trägt, der andere dann die restlichen 40%. Das Verhältnis kann sich natürlich ändern, wenn bspw. ein Lebenspartner häufiger das Auto nutzt oder nutzen muss (Arbeitsweg).

Das Ergebnis dieser Kalkulation ist dann der Betrag, der von beiden Partnern monatlich auf das Hauskonto überwiesen wird. Dafür lässt sich natürlich auch ein Dauerauftrag einrichten. Kreditraten werden in der Regel Ende des Monats fällig - achten Sie also darauf, dass der Betrag rechtzeitig auf dem Hauskonto eingeht. Daueraufträge lassen sich häufig auf bestimmte Tage im Monat festlegen (bspw. jeder 20. Tag des Monats). Sie können auch mehrere Daueraufträge einrichten, wenn die Beträge für die Kreditrückzahlung zu einem anderen Zeitpunkt abgebucht werden, als die laufenden Kosten für den Haushalt oder die Nebenkosten.